#14n in Wuppertal - Programm

Ganztägige Solidaritätskundgebung anläss­lich des «Europäischen Generalstreiks» in Wuppertal-Elberfeld – Mittwoch, den 14.November, Ecke Herzogstraße / Kasinostraße

Am Tag des «Europäischen Generalstreiks», am 14.November («#14n), wollen wir auch in Wuppertal Solidarität mit den strei­kenden Menschen in Spanien, Portugal, Griechenland, Zypern, Malta, Italien, Belgien, Irland und anderswo zeigen. Während einer ganztä­gigen Protestkundgebung, die von 09 bis 20 Uhr dauern wird, werden wir über Teilaspekte der eurpäi­schen Krise und die Generalstreiks infor­mieren und berat­schlagen. In mehreren Gesprächsrunden werden wir mit fachkun­digen Gästen einzelne Aspekte des Desasters neoli­be­raler europäi­scher Kürzungspolitik bespre­chen. Dabei wollen wir verschie­dene Themen der Krise, wie die Krise der Arbeit, der Bildung, des Wohnraums oder der Haushalte der Städte und Regionen, von der europäi­schen Ebene auf lokale Dimensionen herun­ter­bre­chen, um zu zeigen, dass auch hier soziale Proteste notwen­diger sind denn je. Parallel dazu wird der Wuppertaler Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. seine Mittwochs-Sozialberatung von seinen Räumen im alten Bhf. Loh zum Ort der Kundgebung verlegen (von 09-14 Uhr).

Der vorläu­fige Zeitplan sieht folgen­der­maßen aus (kurzfris­tige, aktuelle Änderungen sind natür­lich jeder­zeit möglich):

Von 0900 bis 1400 Sozialberatung des Wuppertaler Erwerbslosen- und Sozialhilfevereins Tacheles im Beratungszelt am Banksterdenkmal.

Ab 0900 Aufbau Infopavillon, ab 1000 Beginn der Kundgebung «#14n Generalstreik auch in Wuppertal!»

Um 1100 Pressekonferenz und Auftaktrunde zur EU-Krisenpolitik und zu den Generalstreiks in Europa, Vorstellung des Tages-Programms

Etwa 1200 offenes Thema «Krise der Regionen, Krise der Städte I», mit Knut Unger (Mieterverein Witten) zu Wohnungsfragen, Zwangsräumungen und zur Privatisierung kommu­naler Dienste und Angebote

Etwa 1300 «Krise der Regionen, Krise der Städte II» Kommunalfinanzen, NRW-Stärkungspakt, Schuldenbremsen, ua. mit Gerd-Peter Zielezinski (Wuppertaler Ratsfraktion DIE LINKE)

Etwa 1400 offenes Thema «Krise der Bildungspolitik» zu Fragen des Rechts auf Bildung für alle mit Gunhild Böth (GEW, Landessprecherin DIE LINKE)

Etwa 1500 offenes Thema «Krise der Arbeit I» zu prekären Arbeitsverhältnissen, Ein-Euro-Jobs, Leiharbeit und Hartz IV mit Harald Thomé (Tacheles)

Etwa 1700 offenes Thema «Krise der Arbeit II» zu europäi­scher Lohnentwicklung, Tarifpolitik und prekären Jobs mit einem Vertreter von BaSo

Etwa 1800 offenes Thema «Migration und Antifaschismus» zu Fragen europäi­scher Abschottungspolitik und wachsenden faschis­ti­schen Gefahren in Europa mit Vertretern der Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen und des Soli-Komitees Wuppertal

Etwa 1900 VoKü-«Streikküche» am Banksterdenkmal in Wuppertal-Elberfeld.

Zwischen den einzelnen Themenblöcken werden wir versu­chen, ständig aktuelle Informationen aus den bestreikten Ländern zu erhalten und weiter­zu­geben, geplant ist u.a. ein Live-Stream. Außerdem gibt es Musik und Clips zur Motivation.

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#14n - ein schöner Tag: Generalstreik - auch in Wuppertal!

Ganztägige Kundgebung in Wuppertal: Mittwoch, den 14.11. von 9-20 Uhr am „Kasinokreisel“

Am Mittwoch, den 14.11.2012 finden in Spanien, Portugal, Zypern und Malta Generalstreiks gegen die Kürzungs- und Kahlschlagpolitik in Europa statt. In Griechenland wurde bereits am 06. und 07.11. zum fünften Mal ein Generalstreik ausge­rufen und auch weitge­hend befolgt. Eine griechi­sche Beteiligung am europäi­schen Streik eine Woche später ist wahrschein­lich. In Italien ruft neben linken Basis-Gewerkschaften nun auch die große CGIL dazu auf, zumin­dest für vier Stunden die Arbeit am nächsten Mittwoch nieder­zu­legen. In Frankreich kündigen fünf Gewerkschaften Massenaktionen an. Auch in England, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden wird zu Streiks oder Solidaritätsaktionen aufge­rufen. In vielen deutschen Städten wollen sich Menschen und Basisgruppen ebenfalls solida­risch zeigen. Die DGB-Spitze tut sich hingegen noch immer schwer, den ersten Versuch eines europäi­schen Generalstreiks auch nur symbo­lisch zu unter­stützen – obwohl der Europäischer Gewerkschaftsbund einen gemein­samen Aufruf verab­schie­dete. Wir freuen uns jedoch darüber, GewerkschafterInnen bei Solidaritätsaktionen rund um #14n zu sehen.

Wir wollen auch in Wuppertal Solidarität zeigen

Die Untätigkeit der deutschen Gewerkschaften gegen­über den um ihre Existenz kämpfende Kolleginnen und Kollegen in den „Krisen-Staaten“ akzep­tieren wir nicht. Wir wollen auch in Wuppertal unsere Solidarität mit den europa­weiten Aktionen zeigen und über die Ziele und Hintergründe der Proteste infor­mieren. Zugleich wollen wir an lokalen Beispielen aufzeigen, wie notwendig eine Ausweitung der sozialen Proteste auch bei uns ist.

Um vielen WuppertalerInnen eine solida­ri­sche Beteiligung möglich zu machen, werden wir am Mittwoch, den 14.November ab 9 Uhr am Kasinokreisel in Wuppertal-Elberfeld – inmitten lokaler Bankfilialen und neben dem Denkmal des „glück­li­chen Bankers“ das den Titel „Ein schöner Tag!“ trägt – Pavillons aufbauen, in denen wir den ganzen Tag zur aktuellen europäi­sche Lage infor­mieren und verschie­dene Themenblöcke europäi­scher Politik anspre­chen wollen. Und weitere Aktionen in Wuppertal, die auf die Generalstreiks hinweisen sollen, sind nicht ausge­schlossen.

Damit möglichst viele Menschen an diesem Tag erreicht werden, brauchen wir euch und eure Aktivität. Eure spontanen Aktionen, Reden, Vorträge, Straßenmusik und Spontantheater sind herzlich willkommen und können auch noch vor Ort abgespro­chen werden.

Themenblöcke, die wir mit euch im Pavillon anspre­chen wollen:

  • Die von der „EU-Troika“ (EZB, IWF, EU-Kommission) in Krisenstaaten durch­ge­setzte Politik als „Modell“ für die gesamte Europäische Union, mit zerstörten Volkswirtschaften, Massenarbeitslosigkeit und Verarmung als Folge der erzwun­genen radikalen Kürzungs- und Privatisierungspolitik.
  • Einschränkungen der Tarifautonomie und der Versammlungssfreiheit in den „Krisenstaaten“, die Abschaffung von ArbeitnehmerInnenrechten, verschlech­terte Arbeitsbedingungen mit Arbeitszeitverlängerungen, mit Niedriglöhnen und die durch Outsourcing und Leiharbeit ungesi­cherten Beschäftigungsverhältnisse mit gespal­tenen Belegschaften, nicht zuletzt auch in Wuppertal.
  • Die seit Jahrzehnten von der neoli­be­ralen EU-Politik durch­ge­setzten Privatisierungen der Altersvorsorge und des Gesundheitswesens, der öffent­li­chen Bildung und der Kultur, der öffent­li­chen Infrastruktur und der Transportmittel sowie der sozialen Wohnraumversorgung und die mit den „Schuldenbremsen“ und „Haushaltssanierungskonzepten“ in NRW und Wuppertal auch hier erfol­genden Kürzungen, Privatisierungen oder gar Einstellungen von öffent­li­chen Angeboten für alle.
  • Die soziale Spaltung in den Städten mit anstei­gender Wohnungslosigkeit durch zuneh­mend unbezahl­bare Mieten, Wohnungsmangel und Mieterverdrängung einereits und durch massen­hafte Zwangsräumungen als Folge der geplatzten Immobilien-Blasen z.B. in Spanien anderer­seits, mit der Folge neuent­ste­hender Armutszonen und Leerstände.
  • Das europäi­sche Regime der Abschottung gegen Einwanderung und Flüchtlinge, die zuneh­menden rassis­ti­schen Übergriffe auf Migranten und Migrantinnen in Griechenland und die anwach­sende faschis­ti­sche Gefahr in den von der Austeritätspolitik betrof­fenen Ländern – bei ständig zuneh­menden Problemen des antifa­schis­ti­schen Widerstands durch die Komplizenschaft von Sicherheitsbehörden und Neofaschisten.

Zu Beginn von #n14 geben wir um 10 Uhr im Kundgebungspavillon eine Pressekonferenz, zu der wir alle PressevertreterInnen herzlich einladen.

Kundgebung in Wuppertal: Mittwoch, den 14.November von 9-20 Uhr am „Kasinokreisel“ (a.d. Kreuzung Herzogstr./ Friedrich-Ebert-Str./ Kasinostr.) Eigenes Infomaterial könnt ihr zur Kundgebung mitbringen

Ein kraft­volles  Zeichen der europäi­schen Solidarität ist auf die Mitwirkung vieler Akteure und Gruppen angewiesen – auf Gewerkschaften, auf soziale Initiativen und Verbände, auf politi­sche Parteien und Bewegungen.

Wir fordern deshalb alle inter­es­sierten WuppertalerInnen und Gruppen auf, sich zu den Aktionen zum 14.November einzu­bringen. Wenn ihr euch betei­ligen wollt, meldet euch per E-Mail an: 14n [at] soli-komitee-wuppertal.mobi ––– Ihr könnt euch auch direkt in die Organisation von #14n im Tal einbringen: Wir haben ein öffent­li­ches Orga-Pad angelegt, wo ihr viele weitere Informationen und eine Linksammlung zum EuropeanStrike findet.

Weitere infos zur Thematik und zum 14.November gibt es von uns laufend bei Twitter
Die Hashtags zum 14.November lauten:
#14n, #european­strike und für die Wuppertaler Aktionen #14nWpt

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