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SUMMARY:Aktualität und Zukunft desGedenkens - Tagung in W'tal
DESCRIPTION:Fragen an die Aktualität und Zukunft des Gedenkens\, der Erinnerungskultur und des Geschichtslernens\nErinnerungskultur und Geschichtslernen in Wuppertal \n„Erinnerung ist keine gemütliche\, badewasserlaue Angelegenheit.“ (Ruth Klüger) \nEine Tagung des Fördervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V. \nAnlässlich des 20-jährigen Bestehens der Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal beteiligt sich der Förderverein mit dieser Tagung an der Debatte über die Frage\, wie auch in Zukunft an die Zeit des Nationalsozialismus erinnert werden kann. Trugen die Anfänge der so genannten „Aufarbeitung der Vergangenheit“ noch Züge kämpferischer Durchsetzung gegen ein konservatives Establishment\, ist die Forderung\, der Opfer würdig zu gedenken und die NS-Verbrechen bewusst zu halten\, heute eine breit akzeptierte Selbstverständlichkeit. Aber die Frage bleibt\, wie das zu geschehen hat\, wenn das Gedenken sich nicht im inhaltsleeren Ritual erschöpfen soll. Kann das Thema ohne lebendige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Zukunft überhaupt noch Interesse finden? Wie muss sich das Gedenken angesichts der kulturellen Unterschiedlichkeit seiner Zielgruppen verändern??Die Tagung soll die herrschenden Praktiken der Erinnerungskultur in Wuppertal beleuchten und daraus Impulse und Anregungen für neue Formen schöpfen. \nProgramm \nSamstag\, 8. November 2014 \n10.00 Uhr: Stehkaffee und Begrüßung durch Dr. David Mintert\, Vorsitzender des Fördervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V. \n10.30 Uhr: Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlit. Vortrag von Stefan Koldehoff\, Journalist\, Kunstmarktexperte und Sachbuchautor \n11.15 Uhr: Das Von der Heydt-Museum und seine Provenienzforschung\, Podiumsgespräch mit Dr. Gerhard Finckh\, Museumsdirektor\, Moderation: Stefan Koldehoff \n12.00 Uhr: Mittagsimbiss \n13.00 Uhr: Vorstellung der Themen: „Neue Blicke auf die Zeitgeschichte“ \nGruppe 1: Der Ehrenfriedhof Barmen\, Lönsstraße; Leitung: Dr. David Mintert\nDer 1914 angelegte Ehrenfriedhof ist ein Beispiel eines bisher nicht wahrgenommenen „Lernorts“ mit unterschiedlichen Bedeutungsfeldern\, die nur durch Vorwissen miteinander in Beziehung zu setzen sind. Er ist ein ideales und erfahrbares Lernfeld\, das einen auf einer Symbol- und Kulturtradition beruhenden „Text“ ergibt. Die Frage nach dem Umgang mit diesem Park in Öffentlichkeit\, Stadtverwaltung\, Denkmalschutz und Politik birgt große Potenziale für die politischen Bildung. \nGruppe 2: „Streitpunkte“ oder solche\, die es werden können; Leitung: Michael Okroy\nOb Engels-Monument\, Kaiser-Wilhelm-Statue oder „Drei-Kaiser“-Denkmal – in jüngster Zeit häufen sich die Debatten über den Sinn von Denkzeichen\, die an historische Personen oder Ereignisse erinnern.  In Leserbriefen der örtlichen Zeitungen diskutieren BürgerInnen über die Entstehung und Wirkung dieser Objekte\, über deren Begründung und Bedeutung. Hier gibt es Möglichkeiten\, für das wichtige Anliegen der kulturellen Erinnerung im öffentlichen Raum zu sensibilisieren\, zu einem kritischen Umgang damit zu ermuntern und dazu zu ermutigen\, sich im Rahmen demokratischer Prozesse in die Entscheidungsfindung einzubringen. \nGruppe 3: „Nicht nur immer Opfer“: Die Ausstellung „Tora und Textilien“ in der Begegnungsstätte Alte Synagoge; Leitung: Dr. Ulrike Schrader\nDie Ausstellung in der Begegnungsstätte Alte Synagoge zeigt jüdische Geschichte als Emanziaptionsgeschichte und nicht bloß als Teil der NS-Zeit. Anhand von Lebensgeschichten vom 19. Jahrhundert bis heute vermittelt die Ausstellung ein vielfarbiges Bild jüdischer Identität. Anhand einer ausführlichen Begehung der Ausstellung soll das Konzept erläutert werden. \nGruppe 4: „Keine Heilsgeschichte“. Die neue Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung in der Gemarker Kirche; Leitung: Dr. Antonia Lepper-Binnewerg\nDie Ausstellung über die Barmer Theologische Erklärung will die Geschichte des Kirchenkampfes in differenzierter und kritischer  Weise darstellen. Das bis in die Reformation reichende Bekenntnis „sola scriptura“ (=nur die Schrift) wird am Beispiel der wichtigsten Akteure beschrieben. Wichtig ist die Frage nach der Kraft und Inspiration der Barmer Theologischen Erklärung für die BürgerInnen in der DDR\, in der Friedens- und Versöhnungsbewegung sowie in den Ländern der Ökumene weltweit. \n16.30 Uhr: Kaffeepause \n17.00 Uhr: Austausch: Welche Möglichkeiten und Zugänge zum Geschichtslernen werden eröffnet? Im Anschluss: Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen in einer Wuppertaler Gaststätte  \nSonntag\, 9. November 2014 \n11:00 Uhr: Veranstaltung der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal zum Gedenken der Novemberpogrome von 1938 auf dem jüdischen Friedhof am Weinberg; Ort: Jüdischer Friedhof\, Weinberg 4 \n12.30 Uhr: Mittagsimbiss in der Begegnungsstätte Alte Synagoge \n15.00 Uhr: Ein blinder Held: Die Liebe des Otto Weidt. Filmvorführung; Ort: Bergische Volkshochschule\, Auer Schulstraße 20\, im Anschluss: Kaffee\nDer Film „Ein blinder Held“ mit Edgar Selge in der Hauptrolle wurde im Januar 2014 erstmals ausgestrahlt (vincent tv gmbh). \n18.00 Uhr: Inge Deutschkron: Zerrissenes Leben. Eine Rede\, gehalten 2013 im Deutschen Bundestag; Ort: Opernhaus\, Kurt-Drees-Straße 4\nDie Wuppertaler Bühnen haben die Berliner Journalistin Inge Deutschkron (*1922) ins Opernhaus eingeladen. Die NS-Zeit überlebte sie dank vieler Helfer im Untergrund. Otto Weidt (1883-1947) war einer von ihnen. Über ihre Erfahrungen hat Inge Deutschkron die Autobiografie „Ich trug den gelben Stern“ geschrieben – daraus entstand das bekannte Theaterstück „Ab heute heißt du Sara“. Die Geschichte des Judenretters Otto Weidt ist vielen Wuppertaler Grundschulkindern durch das Bilderbuch „Papa Weidt. Er bot den Nazis die Stirn“ vertraut. Die Begegnungsstätte hat dazu Unterrichtsmaterial veröffentlicht. \nInformationen und Anmeldung per E-Mail bis zum 3.11.2014; E-Mail info [at] alte-synagoge-wuppertal.de oder Tel. 0202-563.2843. \nDie Männer werden gebeten\, für den Besuch des jüdischen Friedhofs eine Kopfbedeckung mitzubringen. \nKarten für die Veranstaltung mit Inge Deutschkron bitt individuell über die „Kulturkarte“ reservieren: E-Mail: kontakt [at] kulturkarte-wuppertal.de oder Tel. 0202-563.7666 \nVeranstalter\nFörderverein Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V. \nKooperationspartner:\nBergische Volkshochschule\nJüdische Kultusgemeinde Wuppertal\nVincent tv gmbh\nVon der Heydt-Museum\nWuppertaler Bühnen\n							Drucken \nArtikel teilen
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