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SUMMARY:Das braune WuppertalHistorische Stadtführung
DESCRIPTION:Am kommenden Sonntag setzt die Begegnungsstätte Alte Synagoge ihre Reihe mit Stadtführungen zur NS-Geschichte in Wuppertal fort. Nach dem Rundgang durch das Polizeipräsidium steht jetzt eine Tour durch das “braune Elberfeld” auf dem Programm. \n“Hitler seit zwei Tagen hier. Ein grauenvolles Warten auf ihn. Mit Jubel empfangen. Unter Begeisterung vorgestern in Elberfeld.” Das notierte der spätere NS-Propagandaminister Joseph Goebbels am 16. Juni 1926 in sein Tagebuch. Dreimal insgesamt besuchte Hitler die protestantisch geprägte Industrie- und Handelsmetropole\, die in den 1920er Jahren der wichtigste Stützpunkt der völkisch-nationalen Bewegung und der Nationalsozialisten in Westdeutschland gewesen ist. Man traf sich damals vor allem im Evangelischen Vereinshaus an der Kasinostraße. Dort traten viele prominente Nazi-Größen als Redner auf\, u.a. Goebbels\, Victor Lutze\, Otto Strasser\, Karl Kaufmann und Adolf Hitler. \nAn vielen Orten in der Elberfelder Innenstadt trifft man auf sichtbare und weniger sichtbare Spuren der NS-Zeit. So etwa in der Untergrünewalderstraße\, wo sich eine “Erb- und Rasseberatungsstelle” des Gesundheitsamtes befand. Dort wurden z.B. junge Eheleute oder kinderreiche Familien nach einer Untersuchung danach beurteilt\, ob sie “erbbiologisch minderwertig” oder “rassisch wertvoll” waren.  Ein wichtiger Ort ist auch die ehemalige Villa Frowein am Deweerthschen Garten\, in der von 1938 bis 1945 die NSDAP-Kreisleitung\, Wuppertals politische Machtzentrale\, residierte. Weitere Stationen des von Michael Okroy geführten Rundgangs sind die Stadtbibliothek\, die mehrmals Schauplatz von kulturelen “Säuberungsaktionen” wurde\, das einstige Polizei- und Gestapogefängnis an der Grünstraße\, das sogenannte „Judenhaus“ in der Friedrich-Ebert-Straße 73\, dessen sämtliche Bewohner im Juli 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert wurden und das einstige Warenhaus Tietz (heute GALERIA Kaufhof).\n							Drucken \nArtikel teilen
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