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SUMMARY:Keine Verdrängung a.d. Ölberg!Nachbarschaftstreffen
DESCRIPTION:Die Mieter*innen in der Ekkehard­straße 24 in Wuppertal-Elber­feld auf dem Ölberg sind stark verdrän­gungs­be­droht\, weil ein Investor aus dem bis jetzt günstigen Wohnraum mithilfe einer „energe­ti­schen Sanie­rung” aus zwei Häusern am Hombüche\, bzw. in der Ekkehard­straße Luxus­im­mo­bi­lien machen will. Seinen Plänen zufolge würde sich die Miete der Wohnungen verdop­peln und nach der Sanie­rung eindeutig über den Werten des Mietpreis­spie­gels liegen. \nWeil dieses Problem auch andere Menschen betreffen könnte und um eigenen Wider­stand zu stärken\, gehen die Mieter*innen der „Ekkehard 24” nun schon zum zweiten Mal mit einem allge­meinen\, nachbar­schaft­li­chen Treffen am Ölberg in die Öffent­lich­keit. Zudem soll der lokalen Presse die Situa­tion geschil­dert werden\, um die Luxus­sa­nie­rung auf Kosten der Mieter*innen bekannt zu machen. \nMehr Infor­ma­tionen im Artikel Zweit­liga-Gentri­fi­zie­rung. \nWir dokumen­tieren hier den Text der zweiten Einla­dung. (Quelle : Facebook) \nLiebe Nachba­rinnen und Nachbarn\, weil wir als Miete­rInnen aus dem Haus in der Ekkehard­straße 24 heraus­ge­drängt werden sollen\, laden wir am Montag\, den 18.August  zu einer Presse­kon­fe­renz und einem Treffen der Ölberg-Nachbar­schaft ein. \nAnlass ist die geplante Sanie­rungs­maß­nahme durch den neuen Hausei­gen­tümer Daniel von Baum. Herr von Baum hat zahlreiche Sanie­rungs­maß­nahmen angekün­digt\, die es uns schon aufgrund des Drecks und Lärms unmög­lich machen würden\, in unseren Wohnungen zu bleiben. Vor allem aber droht er damit\, die Kosten für die Sanie­rung auf die Miete umzulegen ; das würde bei unseren noch recht günstigen Mietkosten zu einer Verdop­pe­lung auf etwa Euro 7\,90 Kaltmiete führen. Unter diesen Bedin­gungen könnten wir unsere Miete nicht mehr bezahlen. Wir gehen davon aus\, dass Herr von Baum auch nie die Absicht hatte\, uns als Miete­rInnen zu halten\, sondern uns von vornherein aus unseren Wohnungen drängen wollte. \nDagegen wollen wir uns wehren und haben deshalb entschieden\, unsere Situa­tion öffent­lich zu machen. \nBei einem ersten Nachbar­schafts­treffen Ende Juli hatten sich schon einige inter­es­sierte Nachba­rInnen einge­funden\, und wir haben darüber disku­tiert\, ob Inves­toren den Ölberg insge­samt im Visier haben und versu­chen\, möglichst viel Gewinn aus den Ölberg-Immobi­lien zu schlagen\, auf lange Sicht die alten Bewohner aus ihrem Viertel zu verdrängen und anschlie­ßend zahlungs­kräf­ti­gere Bewoh­ne­rInnen hier hin zu holen. \nWir sind zu dem Schluss gekommen\, dass wir die Entwick­lung hier kritisch beobachten sollten : \nWuppertal wird von der Immobi­li­en­wirt­schaft überre­gional als „B-Lage mit Rendite­po­ten­zial“ gesehen. Die Stadt­spitze bewirbt Wuppertal seit Jahren wegen ihrer Nähe zu den Metro­polen Köln\, Düssel­dorf oder dem Ruhrge­biet. Zudem ist die Zeit für Immobi­li­en­käufe wegen der niedrigen Zinsen gerade günstig. \nDas inves­tieren in solche Immobi­lien lohnt auch\, weil die Politik seit Jahren durch neue Gesetze und Förder­mög­lich­keiten den Boden für Inves­toren bereitet : Ein Beispiel ist die Moder­ni­sie­rungs­um­lage\, die auch in den Häusern an der Ekkehardstr./ Hombü­chel die enormen Mietstei­ge­rungen möglich macht. Die Miete­rInnen finan­zieren damit praktisch die Wertstei­ge­rung des Gebäudes für den Eigen­tümer. \nWas bedeutet das für die Einwoh­ne­rInnen eines zum Ausver­kauf ausge­schrie­benen Stadtteils?In den attrak­tiven Stadt­teilen wird mehr oder weniger spekta­kulär teurer Wohnraum geschaffen (siehe „Aufbruch Arren­berg“). So kann auch eine Stadt mit einem relativ hohem Leerstand zu einem ansehn­li­chen Mietkos­ten­ni­veau kommen. Wem das nicht gefällt\, kann aus Sicht der Inves­toren ja in die Randge­biete ziehen : z.B. die Hartz IV-Bezieher (die zur Zeit noch 20% der Bewoh­ne­rInnen in der Nordstadt ausma­chen)\, die Studen­tinnen ebenso wie die Familien\, die nicht 3/4 ihres Einkom­mens in die Wohnkosten inves­tieren wollen. In den Augen der Inves­toren liegt in der Nordstadt das Poten­zial für die anvisierte Stadt­teil­ent­wick­lung\, denn hier sitzen Gering­ver­die­nende mitten auf der schönen Torte\, wo sie nicht hinge­hören. Leben­diges Viertel hin\, Multi­kulti her. \nOb diese Rendi­te­er­war­tungen mit den Häusern am Ölberg auf mittlere Sicht realis­tisch sind\, wird sich noch zeigen. Es hängt auch davon ab\, wie viel wir Miete­rInnen uns gefallen lassen!Aus diesem Grund wird am Montag\, den 18. August um 17 Uhr eine öffent­liche Presse­kon­fe­renz vor unserem Haus statt­finden\, bei der wir die Öffent­lich­keit über den krassen Fall einer Sanie­rungs­ver­drän­gung infor­mieren werden. Im Anschluss daran wollen wir gegen 18 Uhr alle Inter­es­sierten zu einem weiteren Treffen auf dem Otto-Böhne-Platz einladen\, um uns weiter zu beraten und zu bespre­chen. \nWir hoffen dass viele von Ihnen und euch zur Presse­kon­fe­renz und danach zum Treffen kommen. \n \nDownload Einla­deung DINA4 als pdf-Datei \n  \n\n							Drucken\nArtikel teilen
URL:https://soli-komitee-wuppertal.mobi/event/mieterinnentreffen-a-d-olberg/
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