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SUMMARY:Diskussion: Flüchtlingskriseund Willkommenskultur
DESCRIPTION:Flüchtlingskrise und Willkommenskultur: Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie (EFH Bochum) \nEine Veranstaltung von „kein mensch ist illegal“ Wuppertal in Kooperation mit der Stiftung W.\, Wuppertal \nAngesichts der seit August 2015 ausgerufenen „Flüchtlingskrise“ herrscht in Deutschland helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den Umgang mit der unerwünschten Zuwanderung. Und die BundesbürgerInnen tun ihr Bestes\, um ihr Land und seine Flüchtlinge in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Sie schnüren Willkommenspakete und leisten ehrenamtliche Arbeit in Aufnahme-Einrichtungen. Andere sagen „Nein zum Heim“ oder zünden es gleich an. \nBei so viel patriotischem Tatendrang erscheinen Fragen nach den globalen Fluchtursachen\, den Zielen der europäischen Flüchtlingspolitik und den Gründen für ihr offizielles „Scheitern“ (A. Merkel) eher nebensächlich. Völlig ungeklärt bleiben die Motive für die neue Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und ihre seltsame Willkommenskultur. Der Vortrag und die Diskussion mit Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie\, Hochschullehrer für Migrationspolitik an der Evangelischen Fachhochschule Bochum\, behandeln diese Fragen. \nDie folgenden Thesen sollen erläutert und begründet werden: \n1. „Flüchtlingskrise“ herrscht seit 2015 nicht\, weil massenhaft Menschen fliehen müssen und viele dabei ums Leben kommen. \n2. „Flüchtlingskrise“ vermeldet die EU und besonders Deutschland\, weil es Flüchtlingen neuerdings massenweise gelingt\, ihre Grenzen zu überwinden. \n3. Dass so viele Menschen weltweit auf der Flucht sind\, ist Ausdruck der politischen und ökonomischen Weltlage und zeugt von ziemlich viel Zerstörung a) in den Herkunftsstaaten\, b) in den Anrainer- und Transitländern und c) in den EU-Staaten Süd- und Osteuropas. Die Bundesrepublik Deutschland und ihre weltweit agierenden Unternehmen sind daran nicht unbeteiligt – im Gegenteil. \n4. „Gescheitert“ (A. Merkel) ist die bisherige europäische Flüchtlingspolitik insofern\, als die Opfer der ökonomischen Weltmarkterfolge deutscher Unternehmen und westlicher Weltordnungskriege nicht mehr wie bisher durch Rücknahmeabkommen und das Dublin-Verfahren zuverlässig von Kerneuropa ferngehalten werden. \n5. Auf dieser Grundlage richtet die Bundesregierung ihre humanitäre Flüchtlingspolitik neu aus: Willkommenskultur und Aufnahmebereitschaft einerseits und die Verschärfung der Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen andererseits bilden dabei nur einen vermeintlichen Widerspruch. Denn beide sind unverzichtbar für die innere Ordnung und die äußeren Ansprüche einer imperialistischen Nation.\n							Drucken \nArtikel teilen
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