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Solingen 93 : Täterprofil „Südländischer Typ”

8. Mai 2018 • 20:00 - 22:30

Alltagsrassismus – Täterprofil: Südlandischer Typ. Feindbild «Ausländer» I: Racial Profiling im Alltag
Solingen 1993 Informationsveranstaltung im Stil Bruch auf dem Ölberg

Im Rahmen Mobilisierungskampagne zur Demonstration am 26.5. in Solingen zum 25. Jahrestag des Brandanschlags

Nicht erst seit den tagelangen Riots in der Solinger Innenstadt, die nach dem tödlichen Brandanschlag in der Unteren Wernerstraße maßgeblich von jungen MigrantInnen getragen wurden, ist die Politik des deutschen Staates von tiefem Misstrauen gegenüber «Ausländern» und oft präventiver Repression gegen MigrantInnen geprägt. Die Furcht vor selbstbewusster Gegenwehr vor allem der knapp drei Millionen in Deutschland lebender Menschen türkischer Herkunft führt seit jeher zu einem staatlichen Ordnungs- und Kontrollwahn, der vor anderen migrantischen Gruppen nicht Halt macht – «anders Aussehende» zählen oft grundsätzlich zu einer «gefährlichen Bevölkerungsgruppe». Dabei ist es aufgrund des nach wie vor völkischen deutschen Staatsangehörigkeitsrechts völlig egal, ob die misstrauisch Betrachteten schon jahrzehnte hier leben oder gar in Deutschland geboren sind, neben allein auf ihrem Aussehen basierende rassistische Übergriffe von Polizei und Ordnungsdiensten erleben vor allem jüngere migrantische Menschen häufig auch aufenthaltsrechtliche Schikanen. Doch selbst ein deutscher Pass ist kein Schutz vor anlasslosen Verdächtigungen. Situationen wie nach der Mai-Demonstration 2017, als Unbeteiligte von der Polizei schikaniert wurden weil sie jenem «südländischen Typ» entsprachen, der In Pressemitteilungen der Polizei und in Medienberichten regelmäßig auftaucht, sind keine Seltenheit. Die Tatsache, dass solche Sterotype eine der Grundlagen von Alltagsrassismus durch LehrerInnen, NachbarInnen und KollegInnen sind, wird in Kauf genommen.

Mit der Veranstaltung im «Viertel» wollen wir zum einen über die kollektive deutsche Furcht vor den «Ausländern» informieren, zum anderen aber auch darüber reden, wie rassistischen Schikanen und Übergriffen solidarisch begegnet werden kann. Mit Yener Sözen haben wir einen Anwalt eingeladen, der selber eine Zuwanderungsgeschichte hat und aus juristischer Sicht berichten kann, wie Betroffene mit rassistischen Kontrollen und Übergriffen durch Polizei und Ordnungsdiensten umgehen können.

 

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Details

Datum:
8. Mai 2018
Zeit:
20:00 - 22:30
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Stil-Bruch
Marienstraße 58
Wuppertal,
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Veranstalter

so_ko_wpt