Filmpremiere : Everyday I’m chapuling

« Everyday I´m chapuling » - der neue Film von Martina Priessner
Einlass : 18:00 Uhr, Filmbe­ginn ca. 19:00 Uhr, im Anschluss : Diskus­sion. Eintritt frei (Spende)

Als wir im Spätsommer zwei Wochen in Istanbul zugebracht haben, haben wir uns dort mit einigen Menschen über die politi­sche Situa­tion in der Türkei und die Bedeu­tung des Juni-Aufstands unter­halten. Es waren sehr aufschluss­reiche und spannende Gespräche. Eine unserer Gesprächs­part­ne­rinnen war die Berliner Filme­ma­cherin Martina Priessner. Sie lebt bereits seit Jahren zwischen Berlin und Istanbul. Inzwi­schen ist sie ganz an den Bosporus gezogen.

Ihre Filme beschäf­tigen sich schon lange mit türkei­be­zo­genen Themen. So portrai­tiert ihr bekann­tester Film («Wir sitzen im Süden») vier Istan­bu­le­rInnen mit deutschen Wurzeln, die in drei der vier Fälle nicht freiwillig in die Türkei gegangen sind und die dort jetzt mit dieser Situa­tion (über-)leben müssen.

Während unseres Besuches lebten wir einige Tage bei Martina. In dieser Zeit war sie mit einem Film zu den Ereig­nissen rund um den Gezipark beschäf­tigt.

« Everyday I´m chapuling » wurde von ihr gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Köln und der Rosa Luxem­burg Stiftung NRW produ­ziert, und ist ein etwa einstün­diger Found-Footage Essay, der ausschließ­lich aus Material montiert wurde, das Aktivis­tInnen während der Gezi-Proteste ins Netz gestellt haben. Selten zuvor wurde ein Aufstand so umfang­reich von Betei­ligten dokumen­tiert wie die Ereig­nisse in Istanbul : Für ihren Filmessay hat Martina Priessner über hundert Stunden Material gesichtet und neu zusam­men­ge­stellt. Im Ergebnis vermit­telt « Everyday I´m chapuling » die Vielfalt der Protest­be­we­gung, aber auch ihre Brüche und Wider­sprüche.

Wir freuen uns sehr, dass Martina zwei Tage nach der Premiere des Films in Köln (Freitag, 08.11.2013, 19:30 Uhr, Kölner Filmhaus) unserer Einla­dung nachkommt, und Zeit für einen Besuch in Wuppertal findet. Wir zeigen « Everyday I´m chapuling » am Sonntag unten im ADA. Nach dem Film wollen wir uns mit Martina unter­halten : Einiges hat sich seit unserem Besuch im September in der Türkei getan und wir möchten uns gemeinsam mit euch auf den neuesten Stand bringen. Außerdem möchten wir die Chance nutzen, mit einer Filme­ma­cherin und angesichts des Ausgangs­ma­te­rials ihres neuen Films über die Bedeu­tung von Medien­ak­ti­vismus für Bewegungs­po­litik zu sprechen.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr zahlreich vorbei­schaut. Der Entritt ist natür­lich frei, eine Spende hochwill­kommen. Eine Veran­stal­tung des so_ko_wpt in Koope­ra­tion mit der Rosa Luxem­burg Stiftung NRW und dem ADA Wuppertal.

ADA (unten), Sonntag, 10.11.2013, ab 18:00 Uhr.

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Döppersberg-Initiative jetzt mit Namen : « döpps105 »

Die dritte Versamm­lung der Initia­tive für einen Bürger­ent­scheid zur Kosten­de­cke­lung beim Döppers­berg hat das Vorhaben, den zu erwar­tenden Ratsbe­schluss am 18.November zu den Mehrkosten von 35 Mio. Euro durch die Wupper­ta­le­rInnen rückgängig zu machen, am Mittwoch in der « Alten Feuer­wache » weiter auf den Weg gebracht. Die Versamm­lung, an der etwa 50 inter­es­sierte teilnahmen, entschied basis­de­mo­kra­tisch über einen Namen der Initia­tive und über das weitere Vorgehen. Außerdem wurde ein Presse­spre­che­rInnen-Gremium gewählt, das zur Zeit aus drei Personen besteht.

Das Label, das die Ausein­an­der­set­zung der nächsten Monate um den Kosten­rahmen des Lieblings­pro­jektes der beiden großen Ratsfrak­tionen prägen soll, heißt « Döpps105 ». Assozia­tionen zu einem Kürzel aus Stutt­gart, das in der dortigen Ausein­an­der­set­zung um einen Bahnhofs­neubau verwendet wird, sind durchaus gewünscht.

Die « 105 » steht dabei nicht für die mögliche Anzahl an Baujahren, in denen der Döppers­berg verwirk­licht sein könnte, sondern für den Kosten­rahmen des ursprüng­li­chen Beschlusses zum Döppers­berg. Darin waren für die Neuge­stal­tung des Busbahn­hofs und des Bahnhofs­vor­platzes, sowie für eine neue Verkehrs­füh­rung insge­samt 105 Mio. Euro geneh­migt worden. In jenem Ratsbe­schluss hieß es darüber­hinaus wörtlich : « Weil über die veran­schlagten Eigen­mittel hinaus definitiv keine städti­schen Haushalts­mittel bereit gestellt werden, sind Kosten­stei­ge­rungen oder Minder­ein­nahmen durch Umschich­tungen im Projekt ohne Belas­tung des städti­schen Haushaltes auszu­glei­chen“  – an diesen Beschluss des Wupper­taler Stadt­rats will die Initia­tive « Döpps105 - Döppers­berg : Kosten deckeln ! » mit ihrer Namens­ge­bung erinnern.

Um ihr Ziel – die Sammlung der notwen­digen Unter­schriften zur Erzwin­gung eines Bürger­ent­scheids – in der knappen Zeit von drei Monaten nach dem zu erwar­tenden Ratsbe­schluss zu errei­chen, beschloss die Initia­tive « Döpps105 » einige der nächsten Schritte : So soll mit einem Infostand in der Elber­felder Innen­stadt am verkaufs­of­fenen Sonntag (03.11.) und einem weiteren Treffen am Dienstag, den 05.11. (erneut in der « Alten Feuer­wache») der offizi­elle Auftakt der Unter­schrif­ten­kam­pagne am 18.November – dem Tag des zu erwar­tenden Stadt­rat­be­schlusses – vorbe­reitet werden.

(Quelle : PM der Initia­tive « Döpps105 »)

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