Nehmen wir uns Frankfurt am 20. und 21.Oktober

Blockupy Frank­furt 20.-21. Oktober : Nehmen wir uns die Stadt

20.10. Ab 12 Uhr nehmen wir uns die Stadt ! Infor­ma­tionen Diskus­sionen
21.10. Ab 10 Uhr Blockupy 2013 : Aktions-und Bewegungs­ratschlag
19.-23.11. Euro Finance Week Gegen­pro­gramm

Die Blockupy-Aktions­tage im Mai 2012 markieren einen neuen Abschnitt für die Krisen­pro­teste in Deutsch­land. Blockupy, das waren freche, ungehor­same, massen­hafte und inter­na­tio­nale Aktionen mitten im Finanz­zent- rum von Frank­furt am Main. Blockupy hat die Verant­wort­li­chen in der Stadt Frank­furt, in der hessi­schen Landes­re­gie­rung und bei der Polizei so sehr heraus­ge­for­dert, dass sie nahezu alle Veran­stal­tungen verboten haben und zur Durch­set­zung dieser absurden Verbote Frank­furt in einen präven­tiven Ausnah­me­zu­stand versetzt haben.

Durch die Kurzfris­tig­keit der Vorbe­rei­tung und die Überra­schung über das Ausmaß der Repres­sion ist manches nicht so geworden, wie wir es uns vorge­stellt hatten. Aber die meisten Gruppen, Organi­sa­tionen und Aktivis­tInnen waren sich einig :
Blockupy 2012 war nur der Anfang - wir kommen wieder !

Deswegen : Am Samstag, den 20.10.2012 wollen wir mit Euch und allen Inter­es­sierten öffent­lich in Frank­furt am Main disku­tieren. Unsere Inhalte wurden uns durch die massen­haften Verbote von Zelten und öffent­li­chen Veran­stal­tungs­orten im Mai genommen. Und am Sonntag, den 21.10.2012 laden wir zum Aktions- und Bewegungs­ratschlag ein –
für ein Blockupy 2013 !

Nehmen wir uns die Stadt ! Komm und disku­tiere mit !
Frank­furt am Main, Römer­berg, 20. Oktober 2012

12 Uhr : Occupy Democracy
Bei der Banken­ret­tung bleibt auch die Demokratie auf der Strecke. Entde­mo­kra­ti­sie­rung von Entschei­dungen, Proteste unter­drü­cken, ignorieren, aussitzen – das ist die Strategie der Herrschenden. Was setzen wir dagegen ? „We are the 99%“ und die Forde­rung nach „wirkli­cher Demokratie“? Aber wie könnte eine Demokra­ti­sie­rung der Wirtschaft aussehen ? Und wie kommen wir aus der Bedeu­tungs­lo­sig­keit ?

15 Uhr : Vom Spardiktat zur Rückge­win­nung des Öffent­li­chen
Schul­den­bremsen und Spardik­tate in ganz Europa. Die Folge : Zerstö­rung des Bildungs- und Gesund­heits­we­sens, der Alters­ver­sor­gung, des öffent­li­chen Nahver­kehrs, der Schwimm­bäder usw. Wie können wir das Öffent­liche zurück­ge­winnen ? Wie können wir unsere Kämpfe lokal, in Europa und global verbinden ?

18 Uhr : Wege aus der Krise in Europa
Immer neue, immer größere „Rettungs­pa­kete“? Griechen­land raus aus dem Euro ? Oder wie kommen wir aus der Krise ? Und was hat die Krise mit Kapita­lismus zu tun ? Wie könnte ein anderes, demokra­ti­sches und soziales Europa aussehen ? Und wie setzen wir es durch ?

Diskus­sionen mit
Alex Demirovic / Univer­sität Frank­furt
Plata­forma de los Affec­tados por la Hypotheca [PAH] /Spanien Moisis Litsis / Griechi­sche Journa­lis­ten­ge­werk­schaft ES-HEA, Kampagne für ein Schul­den­audit
Elke Steven / Komitee für Grund­rechte und Demokratie
Shendi Veli / UniCommon, Italien
Jochen Nagel / Vorsit­zender GEW Hessen
und vielen anderen

BLOCKUPY 2013 : Aktions- und Bewegungs­ratschlag
Frank­furt am Main, Römer­berg, 21. Oktober 2012

Ab 10.00 Uhr
Wir laden zum Aktions- und Bewegungs­ratschlag am 21.10.2012 nach Frank­furt ein. Gemeinsam mit vielen Aktivis­tInnen und Vertre­te­rInnen unter­schied­li­cher politi­scher Spektren wollen wir beraten, wie ein nächs- tes Blockupy 2013 aussehen kann. Dabei geht es u.a. um den Charakter der Aktionen, die Choreo­grafie der Tage, die inhalt­liche Bestim­mung, die Verbrei­te­rung und weitere Inter­na­tio­na­li­sie­rung des Bündnisses, die Frage der Unter­brin­gung und natür­lich auch um den Termin.

Es bleibt weiterhin unsere Aufgabe gegen das europäi­sche Krisen­re­gime, so wie es von der Bundes­re­gie­rung und der Troika aus EZB, EU und IWF durch­ge­setzt wird, einen gemein­samen europäi­schen Wider­stand zu entwi­ckeln. Deswegen wollen wir mit den Ideen und Vorschlägen aus Frank­furt in verschie­dene inter­na­tio­nale Treffen gehen, die noch im November u.a. in Madrid und Florenz statt­finden.

Der Aktions- und Bewegungs­ratschlag beginnt um 10.00 Uhr mit Inputs – wozu auch die konkreten Aktions- und Termin­vor­schläge verschie­dender Akteu- rInnen gehören. Es folgt eine erste Plenums­aus­sprache zu den Überle­gungen für Blockupy 2013. Danach soll in Arbeits­gruppen die Ideen zu den Aktionen, zu Camps und Unter­brin­gung, zur Mobili­sie­rung oder zum inhaltli- chen Programm genauer bespro­chen werden können. Am Schluss kommen wir wieder zu einem Plenum zusammen, um gemein­same Aktions- und Terminvor- schläge zu beschließen, die wir in die europäi­schen Treffen geben können.

Ende soll gegen 16.00 Uhr sein.

EUROFINANCEWEEK
GEGENPROGRAMM 19.-23. November

Blockupy Frank­furt und NoTroika Rhein-Main laden ein zum
EURO FINANCE WEEK - GEGEN­Pro­gramm

Frank­furt steht zum 15. Mal eine in der Öffent­lich­keit wenig bekannte Veran­stal­tung ins Haus. Im November trifft sich die Crème de la Crème der inter­na­tio­nalen Finanz­welt zur Euro Finance Week [EFW]. „Schirmher- ren“ werden Finanz­mi­nister Schäuble und Minis­terprä- sident Bouffier sein, geehrt wird alljähr­lich der „Banker des Jahres“ [vor zwei Jahren wurde es – wen wundert‘s – J. Acker­mann], der Mindestein­tritt beträgt schlappe 800.- Euro.
Zweck des Elite­mee­tings sind nicht nur Selbst­be­weih- räuche­rung, VIP-Small­talk und Lobby­ismus, gefeiert werden soll auch die „erfolg­reiche“ deutsche Krisenpo- litik, die nicht allein in Griechen­land und Spanien zu einer katastro­phalen Situa­tion der Menschen führt. – Sozial- und Demokra­tie­abbau sind das Mittel der Wahl, um die Profit­in­ter­essen der Banken und des Großkapi- tals durch­zu­setzen. Protest wird undemo­kra­tisch und gewaltsam unter­drückt, auch in Frank­furt.

Dennoch : Der Frank­furter Magis­trat konnte Blockupy zwar im Vorfeld krimi­na­li­sieren und die geplanten Aktionen und Veran­stal­tungen verbieten, den Protest aber letzt­end­lich nicht verhin­dern. Zur EFW wollen wir ein weiteres Zeichen setzen und mit einem Gegenpro- gramm alter­na­tive Perspek­tiven zur Krise disku­tieren. Welche kapita­lis­mus­kri­ti­schen Krisen­deu­tungen gibt es und wie können unter­schied­liche Krisen­as­pekte zusam- menge­dacht werden ? Wie sind die Auswir­kungen in der „global city“ Frank­furt ? Wer putzt die Klos der Bankge- bäude und unter welchen Bedin­gungen ? Welche Rolle spielt der Flughafen für Geschäfts- oder Abschie­bepra- xis ? Wer wohnt wo für wie viel Geld ? Wem gehören die Häuser ? Was können wir tun ? Aber reden allein reicht nicht ! Daher wird es auch kreativen Protest auf der Straße geben. Das Gegen­pro­gramm lebt auch von deiner und Ihrer Energie. Seid dabei, bringt euch ein. Sobald unsere konkreten Veran­stal­tungs­ter­mine fest stehen, veröf­fent­li­chen wir diese auf unserer Webseite. Auch der Einbin­dung von Aktionen anderer Gruppen in unser Programm stehen wir offen gegen­über.

Infor­ma­tionen und Kontakt :
www​.notroika​.links​na​vi​gator​.de
www​.blockupy​-frank​furt​.org

Download : Flyer

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