Dienstag, 31.3.: mexican punk & riot im AZ

Am 31.3. ist es wieder soweit : Der fünfte Dienstag eines Monats. Viermal im Jahr präsen­tieren wir an diesen „zusätz­li­chen” Diens­tag­abenden das ELEKTROPHOR im AZ Wuppertal und beschäf­tigen uns dabei mit „Subkultur und Subver­sion”. Nach Abenden zu Subkultur allge­mein, der hohen Zeit von Techno im Berlin nach der Wieder­ver­ei­ni­gung, zu Fußball-Hooli­gans und zu „Punk in der DDR”, überqueren wir diesmal den Atlantik und wenden uns mit Mexiko einem Land zu, das einge­klemmt zwischen brutalen Drogen­kar­tellen und einem korrupten Staat zuneh­mend ins Taumeln gerät.

Doch Mexiko ist auch das Land effek­tiver Selbst­or­ga­ni­sa­tion wie bei den Zapatistas und wilden Wider­stands, der von einem oft wütenden Sound­track begleitet wird. Damit und mit der aktuellen Situa­tion wollen wir uns nächsten Dienstag beschäf­tigen.

Im Rahmen des ELEKTROPHOR am 31.März wird es zunächst ein Update zur aktuellen Situa­tion in Mexiko geben, nachdem am 26.9.2014 43 Studie­rende in Ayotzi­napa von Polizei und Mitglie­dern eines Drogen­kar­tells verschleppt und wohl ermordet wurden. Das Verbre­chen hat große Teile der Bevöl­ke­rung radika­li­siert und zu andau­ernden Massen­pro­testen geführt, teilweise wurden Rathäuser und Radio­sta­tionen besetzt. Die Proteste richten sich gegen die Allianz von Regie­rung, Polizei und Drogen­kar­tellen, der tausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Das Verbre­chen von Ayotzi­napa war der berühmte Tropfen, der vieler­orts das Fass zum Überlaufen brachte.

Unser Gast, ein in Wuppertal lebender Aktivist aus Mexiko der in regel­mä­ßigem Kontakt mit Freund*innen in seiner Heimat steht, wird über die neuere Entwick­lung der Proteste berichten. Einige kurze Video-Clips ergänzen den ersten Teil des Abends.

Im zweiten Teil wenden wir uns wieder dem ELEKTRO­PHOR-Kernthema zu und beschäf­tigen uns mit einem vitalen Teil mexika­ni­scher Subkultur : Punk ! Neben einer kurzen Einschät­zung der Bedeu­tung von Punk im sozialen Wider­stand Mexikos widmen wir uns natür­lich auch der Praxis. Unser Gast wird uns dazu eine subjek­tive Auswahl mexika­ni­schen Punks um die Ohren hauen. ¡Vamos !

e-flyer

Solidarität mit Destroika ! 18.3.2015, 17 Uhr, Ölberg

Heute ist bei linksunten.indymedia ein Aufruf zu einer unter­stüt­zenden Aktion am 18.3. in Wuppertal aufge­taucht, den wir hier dokumen­tieren (Quelle):

Solida­rität mit Destroika in Frank­furt !
#18nulldrei : Kleiner Praxis­test in Wuppertal : Wieviel Polizei gibt es ?

auktion

In der Erwar­tung, durch die zur Abwehr der EZB-Blockade in Frank­furt am Main angeb­lich einge­setzten 10.000 Polizist*innen im Tal eine sturm­freie Bude vorzu­finden, wird für Wuppertal zu einer kollek­tiven Hausbe­sich­ti­gung in der Marien­straße 41 aufge­rufen. Treff­punkt : Mittwoch, 17  Uhr, Otto-Böhne Platz.

An die bundes­weite dezen­trale Hausbe­set­zungs­ak­tion « Bürger beschäf­tigen die Polizei » gegen die Räumung des Freiburger « Schwarz­wald­hofs » am 13.März vor 34 Jahren anknüp­fend, soll das Haus Marien­straße 41 auf dem Elber­felder Ölberg an diesem Mittwoch – drei Tage vor einer geplanten Verstei­ge­rung im Kölner Hilton-Hotel – kollektiv besich­tigt werden. Der EZB ihren neuen Palast, uns ein “Centro Sociale” auf dem Elber­felder Ölberg !

Das Wohnhaus, das seinem Zweck entwendet wurde, und seit Jahren nur noch zur Absiche­rung eines faulen Kredit­pa­ketes dient, erlebte im letzten Herbst zwei kurzfris­tige Hausbe­set­zungen. Die beabsich­tigte Einrich­tung eines « Centro Sociale », bzw. eines « Refugee Welcome Centers » schei­terte jedoch leider an mehreren in Wuppertal zusam­men­ge­zo­genen Hundert­schaften.

Doch es gibt gute und schlechte Zeitpunkte. Der morgige Mittwoch scheint nun ein günstiger zu sein – sind viele der unifor­mierten Kontra­henten doch während eines Betriebs­aus­flugs nach Frank­furt mit der parami­li­tä­ri­schen Beset­zung einer ganzen Stadt beschäf­tigt. Das verur­teilen wir. Wir sind für viele, sich anderswo ergebende Möglich­keiten jedoch dankbar.

Die Gestal­tung des morgigen Abends ist noch offen – das Programm lebt ganz wesent­lich von eurer Phantasie und eurem Einfalls­reichtum. Anregungen lassen sich ganz sicher auch abseits der Marien 41 bei einer Tour durch die nahe Elber­felder Innen­stadt finden. Wer es nicht nach Frank­furt schafft, möge um 17 Uhr auf den Ölberg kommen und je nach Lage gute Laune oder ausrei­chend Zorn mitbringen !

Dezen­tral und überall : #18nulldrei : wir sind dabei !
Wider­stand an jedem Ort ! Solida­rität nach Frank­furt !

Wir verstehen die Aktion auch als Debat­ten­bei­trag für kommende Großereig­nisse wie bspw. den G7-Gipfel in Elmau. Für dezen­trale Aktionen in jeder Stadt !