Schafft eins, zwei, drei, viele Blockupy…

Vier Tage Blockupy Düssel­dorf

Ab dem heutigen (Mittwoch-) Abend sind von “Occupy Düssel­dorf” für vier aufein­an­der­fol­gende Tage Protest­ak­tionen gegen Krisen­po­litik und Kapita­lismus angekün­digt. Die “Blockupy Düsseldorf”-Tage vom 06. bis zum 09.Juni sind an die “Protest­cho­reo­grafie” der Frank­furter Aktiontage im letzten Mai angelehnt.

Die Aktivis­tinnen und Aktivisten des Düssel­dorfer Protest­camps am Martin-Luther-Platz wollen mit ihrem „Blockupy”-Protest ganz bewusst Aktions­formen und -inhalte, die in Frank­furt viele tausend Menschen zusam­men­brachten in einen dezen­tralen Rahmen stellen. Mit Düssel­dorf haben sie sich dafür den “zweit­wich­tigsten” deutschen Banken­platz ausge­sucht. Gleich­zeitig ist aber auch beabsich­tigt, den Fokus über den Bereich des Finanz­ka­pi­ta­lismus hinaus auszu­weiten. Die Nachbar­stadt am Rhein ist eben auch ein bedeu­tender Konzern­standort - mit vielen Zentralen, mit vielen Zielen. Eine Aktion am Freitag­morgen vor der “Monsanto”-Zentrale soll da beispiel­haft sein.

Das Vorhaben, an mehreren Tagen zu protes­tieren, zu demons­trieren, zu zelten und in der Stadt aktiv zu werden, sollte nach Ansicht der „Occupy”-Initiatoren und Initia­to­rinnen in zeitli­cher Nähe zum Frank­furter “Blockupy” umgesetzt werden, weshalb zu einer Nachbe­trach­tung der Frank­furter Aktions­tage, die sicher notwendig wäre, keine Zeit blieb.

Die Düssel­dorfer “Blockupy”-Tage beginnen heute, Mittwoch­abend, den 06.06. mit einem Plenum (19:00 Uhr im Camp) und einer Nacht­tanz­demo um 20:00 Uhr. Am Donnerstag, den 07.06. – der in NRW und anderen Bundes­län­dern ein Feiertag ist – sollen zentrale Plätze der Landes­haupt­stadt zu Kundge­bungs­orten werden ; und am Freitag wird mit dezen­tralen Aktionen in den Düssel­dorfer (Arbeits-) Alltag einge­griffen. Neben der erwähnten Aktion vor der „Monsanto”-Zentrale ist eine weitere Aktion vor der WestLB angekün­digt.

Der Raum, der zusätz­lich mit phanta­sie­vollea Aktionen gefüllt werden soll, ist groß. Wie er bespielt werden kann, soll jeden Abend um 19:00 Uhr bei einem Plenum bespro­chen werden. Zentraler Anlauf­punkt an allen Tagen ist dabei das Camp am Martin-Luther-Platz, das in Düssel­dorf – anders als in Frank­furt, wo das „Occupy”-Camp bekannt­lich vor den Aktions­tagen geräumt wurde – zunächst zur Verfü­gung steht. Hier können auch  genügend Zelte aufge­baut werden, um alle auswär­tigen Gäste unter­zu­bringen. Am Samstag schließ­lich soll es eine große Abschluss­demo geben. (Start um 14:00 Uhr am Camp – Martin-Luther-Platz)

Von den Düssel­dorfer Aktions­tagen wird breit auf den bekannten Kanälen im Internet berichtet. Zualler­erst natür­lich auf der „Occupy Düsseldorf”-Homepage, bei Facebook und über Twitter. Es werden auch diverse Live-Streams angeboten, die Links dazu finden sich bei den obigen Kanälen.

Hier die Übersicht der (angemel­deten) Aktionen für die nächsten Tage :

• Mittwoch 06. Juni 2012

ab 15:00 Uhr Zelte aufbauen
Treff­punkt Martin Luther Platz

um 19:00 Uhr Plenum
Treff­punkt Martin Luther Platz

um 20:00 Uhr Nacht­tanz­demo
Treff­punkt Martin Luther Platz

• Donnerstag 07. Juni 2012

um 11:00 Uhr Plenum
Treff­punkt Martin Luther Platz

ab 12:00 Uhr Take the Square
Treff­punkt Martin Luther Platz

ab 16:00 Uhr Aktionen in der Düssel­dorfer Innen­stadt (Mehr Infos folgen).
Treff­punkt Martin Luther Platz

um 19:00 Uhr Plenum
Treff­punkt Martin Luther Platz

ab 20:00 Uhr Spazier­gang mit Töpfen und Kochlöf­feln
Treff­punkt Martin Luther Platz

• Freitag 08. Juni 2012

ab 07:00 Uhr Für einen Tag das System still­legen (Mehr Infos folgen)
Treff­punkt Martin Luther Platz

um 19:00 Uhr Plenum
Treff­punkt Martin Luther Platz

ab 20:00 Uhr Spazier­gang mit Töpfen und Kochlöf­feln
Treff­punkt Martin Luther Platz

• Samstag 09. Juni 2012

um 14:00 Uhr Abschluss­demo
Treff­punkt Martin Luther Platz

um 19:00 Uhr Plenum
Treff­punkt Martin Luther Platz

Hier hatten wir den Aufruf zu „Blockupy Düssel­dorf” veröf­fent­licht.

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Time is up ! Es ist Zeit.

Die Lebens­be­din­gungen von Millionen Menschen stehen auf dem Spiel. Die kapita­lis­ti­sche Klasse führt einen General­an­griff auf die soziale Basis der Menschen. Dies geschieht durch Abwälzen ihrer Schulden auf die Bevöl­ke­rungen. Besit­zende und Herrschende versu­chen, ihr jahrzehn­te­altes Gerede über eine sogenannte Alter­na­tiv­lo­sig­keit eines neoli­be­ralen Umbaus der Gesell­schaften zu zemen­tieren, bevor es niemand mehr glaubt. Sie wollen eine priva­ti­sierte und kalte Gesell­schaft unumkehrbar machen, indem sie die „Schul­den­krise“ dazu benutzen, die letzten Reste solida­ri­scher gesell­schaft­li­cher Struk­turen abzuschaffen. Sie versu­chen, das vielbe­schwo­rene „Ende der Geschichte“ festzu­schreiben, bevor ihre Geschichte zuende geht, weil alle feststellen, dass es gar kein Happy-End geben kann.

So wie vor Jahren die „Chicago-Boys“ die Blaupause für eine verbre­che­ri­sche Politik der USA in Latein­ame­rika lieferten, so leiten nun die europäi­schen Thinktanks des Kapitals die Bundes­re­gie­rung an, eine verbre­che­ri­sche Politik gegen die Bevöl­ke­rungen Europas zu exeku­tieren. Daher muss vor allem in Deutsch­land der brutalen EU-Politik etwas entge­gen­ge­setzt werden.

Deshalb rufen wir zu umfas­senden Protesten im Mai auf. Watch out !

Time is up !

Wer Fragen zu den angekün­digten Terminen im Mai hat – speziell auch zu „Blockupy” Frank­furt – findet Ansprech­part­ne­rInnen recht zuver­lässig beim Oelberg­fest am 28.04. in der Nähe des „AZ-Schul­hofs” in der Marienstr. gegen­über dem Schus­ter­platz. Einfach Augen auf und fragen !

Der ganze Aufruf zu den Mai-Terminen von der Vorabend-Demo am 30.04. bis zu Blockupy Mitte Mai als pdf-Download

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