Occupy”-Solidaritätstext zu Griechenland

Liebe Freun­dinnen und Freunde, liebe Brüder und Schwes­tern in Griechen­land,

weltweit werden Völker gedemü­tigt und geraten in einen fremd­ver­schul­deten Teufels­kreis aus Armut und Überschul­dung. Wir sehen was derzeit weltweit passiert und im Namen der Menschen in Deutsch­land und Öster­reich sagen wir euch :

Was in Griechen­land geschieht, zur Verar­mung und Ausplün­de­rung des griechi­schen Volkes, geschieht NICHT in unserem Namen !

Derzeit befindet sich Euer Land im Zentrum der Ausplün­de­rung. Und auch wenn sich unsere Regie­rungen auf die Seite von Banken und Speku­lanten geschlagen haben, seid euch sicher : Wir solida­ri­sieren uns mit Euch !

Menschen sind fürein­ander da und nicht gegen­ein­ander !

Diesem einfa­chen Grund­prinzip des mensch­li­chen Mitein­an­ders versu­chen die Herrschenden derzeit entgegen zu wirken. Sie versu­chen uns gegen­ein­ander auszu­spielen und propa­gieren ein System der Konkur­renz, des ständigen Gegen­ein­an­ders und des unbegrenzten Wachs­tums. Die globale Finanz­krise wird von den Regie­rungen der Welt ausge­nutzt, um unmensch­liche Kürzungen in den sozialen Systemen und auf dem Arbeits­markt durch­zu­setzen und um damit die Inter­essen der Finan­zo­lig­ar­chie, Groß- und Rüstungs­kon­zerne zu schützen und zu fördern.

Gegen diese scheinbar unauf­halt­samen Auswüchse einer zuneh­mend imperia­lis­ti­schen, undemo­kra­ti­schen und neoli­be­ralen Politik müssen wir gemeinsam Wider­stand leisten !

Die unsozialen Bestre­bungen der europäi­schen Regie­rungen in der Euro- und Finanz­krise entspre­chen in keiner Weise den Grund­vor­aus­set­zungen eines solida­ri­schen Zusam­men­le­bens auf der Welt. Aufgrund undemo­kra­ti­scher Entschei­dungen wird die Souve­rä­nität des Volkes unter­graben. Wir distan­zieren uns von der Art und Weise, wie unter der Feder­füh­rung der Vertreter der EU-Insti­tu­tionen die Inter­essen von Banken und der Wirtschafts­elite durch­ge­setzt werden und die soziale Fürsorge minimiert wird. Zu all diesen kriti­schen Themen gab es weder Wahlen noch ein Referendum. Die Regie­rungen sind daher zu solchen Maßnahmen nicht legiti­miert.

Die drasti­schen Kürzungen im Sozial­be­reich, die zu menschen­un­wür­digen Arbeits- und Lebens­be­din­gungen führen, gehen auf Kosten derje­nigen, die diese Krisen weder verur­sacht haben, noch für das Schei­tern eines ganzen Finanz­sys­tems verant­wort­lich gemacht werden können. Ihnen gilt unsere volle Solida­rität.

Die Gier nach Macht und deren Beschrän­kung auf einige wenige Menschen bringt soziale Ungerech­tig­keit und Ungleich­heit mit sich. Die daraus resul­tie­rende Gewalt führt nur zu Spaltungen zwischen den Menschen. Wir, die 99%, lassen uns nicht spalten ! Wir fühlen uns Griechen­land genauso verbunden wie unseren Brüdern und Schwes­tern aus anderen Ländern, die zuneh­mend der Willkür der “Eliten” ausge­lie­fert sind. Wir überwinden die Grenzen derje­nigen, die sich anmaßen, uns Europäer und Menschen der gesamten Welt gegen­ein­ander auszu­spielen, mit Mensch­lich­keit und offenen Herzen, da Europa nicht nur ein Wirtschafts­raum, sondern unser gemein­samer Lebens­raum ist !

Lasst uns zusammen diesen Raum zurück­er­obern, vereint im gemein­schaft­li­chen Wider­stand gegen die, die uns unsere Lebens­grund­lagen streitig machen wollen. Einen Wider­stand, den ihr in Griechen­land schon lange lebt, einen Wider­stand dem wir uns anschließen !

Solida­ri­sche Grüße von uns, den 99% in Deutsch­land und Öster­reich ! Wir umarmen euch und schicken euch Kraft, Liebe und Durch­hal­te­ver­mögen !

 Dieser Text in griechi­scher Überset­zung als pdf :  Text-griechisch

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Demonstrationsaufruf : M31 auch in Wuppertal

Das Solida­ri­täts-Komitee ruft zur Demons­tra­tion gegen die neoli­be­rale, autori­täre EU-Krisen­po­litik und gegen Rassismus auf !

Samstag, der 31.03. 2012 ist europa­weiter Aktionstag gegen Kapita­lismus und EU-Krisen­po­litik. Für ein gutes Leben für alle ! (#M31_wpt)

Wir wollen eure Lösungen nicht !
Solida­rität mit Griechen­land – unsere Antwort :
Wider­stand !

Öffent­liche Versammlung/Assamblea : 18:00 Uhr, Kirch­platz (Innen­stadt)
Kundgebung/Demo in Wuppertal-Elber­feld - Auftakt : 20:30 Uhr, Schus­ter­platz

Seit Monaten sehen wir zu, wie in Teilen Europas ganze Volks­wirt­schaften mittels « EU-Krisen­lö­sungen » und sogenannten « Rettungs­pa­keten » zugrunde gerichtet werden. Dabei werden nur die Euros der Banken und Milli­ar­däre gerettet – nicht die Einkommen der Menschen. Die Herrschenden in der EU und in ihren Mitglieds- und Beitritts­staaten setzen auf immer noch mehr « Wettbe­werb », auf einen Abbau demokra­ti­scher Struk­turen und brutale Kürzungen der sozialen Systeme, der öffent­li­chen Aufgaben, der Gesund­heits­ver­sor­gung und des Bildungs­we­sens. Für den Großteil der Bevöl­ke­rung bedeuten diese « Lösungen » des Kapita­lismus eine immer weitere Verar­mung und Verschär­fung der ohnehin unzurei­chenden Lebens­be­din­gungen. Diese zutiefst menschen­feind­liche Politik wird dabei zuneh­mend vor einem Hinter­grund instru­men­ta­li­sierter natio­na­lis­ti­scher Ressen­ti­ments wie gegen die « faulen Griechen », und mit rassis­ti­scher Gewalt gegen alles Fremde durch­ge­setzt.

Viele Berichte belegen, dass beispiels­weise in Griechen­land vor allem auch Migran­tinnen und Migranten Opfer der Katastrophe des EU-Spardik­tates werden. Die drasti­schen Folgen der Krise lassen auch dort die Faschisten erstarken.

Zum Teil machen faschis­ti­sche Banden bereits offen Jagd auf Migranten und Migran­tinnen in den Straßen der Städte, während die Polizei wegsieht. Ebenso verschärfen sich infolge der absichts­voll herbei­ge­führten Finanz­krise auch die skanda­lösen Lebens­be­din­gungen in den Flücht­lings­la­gern an der europäi­schen Peripherie immer weiter. Auch eine weitere Bruta­li­sie­rung und ein steter Ausbau des EU-Grenz­re­gimes werden von den Statt­hal­tern in den EU-Protek­to­raten im Süden Europas bereits ultimativ gefor­dert.

Wir werden zu Zeugen eines autori­tären und kaltschnäu­zigen EU-Binnen­im­pe­ria­lismus, der vor dem Einsatz supra­na­tio­naler Sicher­heits­truppen nicht zurück­schreckt und eines wachsenden Rassismus auf den Straßen und in den Behörden. Wir ertragen es nicht mehr, dabei einfach zuzusehen.

In Griechen­land und anderswo haben die Menschen bereits begonnen, sich dagegen zu wehren. Mit Demons­tra­tionen, Stadt­teil­ver­samm­lungen, politi­schen Streiks, Betriebs­be­set­zungen und anderen Aktionen bringen sie ihre Wut auf die Verhält­nisse zum Ausdruck und behin­dern auf vielfäl­tige Art die Umset­zung des brutalen EU-Diktats. An diesem Samstag­abend wollen wir unsere Solida­rität mit ihnen auf Wupper­tals Straßen tragen.

Es gibt keine Lösung weil es kein Problem gibt ! (Marcel Duchamp)

Das Soli-Komitee im Netz : www​.soli​-komitee​-wuppertal​.mobi
Das Soli-Komitee bei Twitter : www​.twitter​.com/​s​o​l​i​_​k​o​m​i​t​e​e_w

« Wir wollen eure Lösungen nicht ! Solida­rität mit Griechen­land – unsere Antwort : Wider­stand ! »

Es rufen u.a. folgende Gruppen zur Teilnahme auf : Solida­ri­täts-Komitee Wuppertal gegen die EU-Krisen­po­litik ; Karawane für die Rechte von Flücht­lingen und Migran­tInnen ; Aktions­bündnis basta!; Occupy Wuppertal ; Tacheles Erwerbs­losen- und Sozial­hil­fe­verein ; DIE LINKE Wuppertal ; Infor­ma­ti­ons­büro Nicaragua ; SDAJ ; BASO, Basis Initia­tive Solida­rität, BIRATI – Kurdi­scher Kultur­verein Wuppertal e.V.

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