Go - Hate yourself ! Unser Aufruf zum 14.3.

Unser Aufruf zu Gegen­ak­ti­vi­täten am Samstag :

2011

Das Bild entstand während des Naziauf­marschs im Januar 2011

Go – Hate yourself !

Am 14.März in Wuppertal Salafisten und Pegida das Leben schwer machen !

Zwei, die auf verschie­dene Art eigent­lich dabei waren zu schei­tern, kehren auf die politi­sche Bühne der Straße zurück : Am Samstag, den 14.März wollen sowohl Salafisten als auch Pegida in Wuppertal demons­trieren. Die beiden dicho­tomen Geschwister angst- und hasserfüllter Empörung versu­chen offenbar, sich gegen­seitig wach zu küssen.

Antifa­schis­ti­sche Wuppertaler*innen multi­na­tio­naler Herkunft wollen versu­chen, das zu verhin­dern. Gemeinsam mit kurdi­schen und türki­schen Gruppen und Einzel­per­sonen rufen welcome to wuppertal (w2wtal) und das so_ko_wpt zu Gegen­ak­ti­vi­täten auf. Aus Angst­kom­plexen und Menschen­ver­ach­tung genährter Hass darf in Wuppertal keinen Platz haben ! Betei­ligt euch an Gegen­kund­ge­bungen, entwi­ckelt eigene Aktionen, artiku­liert offen euren Wider­spruch !

Go – Hate yourself !

Mit den offen für den Krieg der IS-Milizen werbenden Salafisten und den vor Ressen­ti­ments aufge­la­denen Rassisten und Nazis der Pegida-Truppen versu­chen am nächsten Samstag zwei vom Leben überfor­derte Gruppie­rungen einen Konflikt zu insze­nieren, der in Wirklich­keit nicht existiert. Beide teilen gleiche Feind­bilder, beide wenden sich gegen jede selbst­be­stimmte, plurale und gleich­be­rech­tigte Organi­sa­tion einer freien Gesell­schaft.

In ihrer jewei­ligen Paranoia agieren beide Gruppen am Abgrund des Irrsinns, in den sie möglichst große Teile der Gesell­schaft stürzen wollen, um den herbei­phan­ta­sierten Gefahren, wahlweise durch « Ungläu­bige » oder eine vorgeb­lich « linke, multi­kul­tu­relle Mehrheits­ge­sell­schaft », zu entgehen. In ihrem Bemühen, den beider­seits ersehnten « Clash of Cultures » herbei­zu­führen, bedienen sie sich dabei jeweils der anderen Seite.

Wenn die Insze­nie­rung eines vorgeb­li­chen « kultu­rellen Wider­spruchs » am 14.3. auf Wupper­tals Straßen aufge­führt werden soll, ist es an uns, das Kalkül zur gesell­schaft­li­chen Eskala­tion zu durch­bre­chen. Denn hinter der Lächer­lich­keit der Argumente verbirgt sich hier wie da Menschen­ver­ach­tung und Gewalt. Hinter den wechsel­sei­tigen Opfer­my­then stehen bei Pegida-Rassisten wie Salafisten längst enttarnte aggres­sive Einstel­lungen und brutale Handlungen.

Jeder Übergriff auf Geflüch­tete auf unseren Straßen und jeder Jubel der Fanatiker über anfäng­liche Erfolge der IS-Milizen im Vernich­tungs­krieg gegen das freie kurdi­sche Rojava haben den wahren Charakter der am nächsten Samstag Demons­trie­renden offen­ge­legt. Je deutli­cher der Hass auf andere wurde, desto größer wurden jedoch auch Wider­stand und Wider­spruch. Die Anzie­hungs­kraft der angst- und hasserfüllten Welterklä­rungen ließ zuletzt deutlich nach.

Den Stroh­halm kappen !

Die Fans des « Islami­schen Kalifats » mussten miter­leben, wie der Mythos der unbesieg­baren IS-Milizen vor Kobanê von kurdi­schen Kämpfer*innen wider­legt wurde. Und die diversen « Gidas » wurden mit unzäh­ligen Gegen­kund­ge­bungen in NRW von Tausenden in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit demons­triert.

Das Aufein­an­der­treffen am 14.3. erscheint jetzt wie der Stroh­halm, an den zu klammern sich zwei Ertrin­kende verab­redet haben. Machen wir – Antifa­schis­tinnen und Antifa­schisten aus Wuppertal und Freund*innen aus der Umgebung – ihnen einen Strich durch diese Rechnung.

Für eine Welt in der viele Welten Platz haben !
Rassismus tötet ! Refugees welcome ! Berxwedan Jiyan e !

Kommt am 14.3. um 14 Uhr zur Gegen­kund­ge­bung auf den Kirch­platz in Elber­feld oder zum Vortreff­punkt um 13 Uhr (Ort wird noch bekannt­ge­geben ! Achtet auf weitere infor­ma­tionen und Ankün­di­gungen.)

Hashtag bei Twitter : #M14wtal

Aufruf des Bündnisses bei Facebook
Aufruf des Autonomen Zentrums

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Zweites w2wtal-Frühstück mit Geflüchteten

Am Sonntag, den 15.3. findet im ADA in der Wiesen­straße das zweite Kennen­lern-Frühstück für und mit Refugees von welcome to wuppertal (w2wtal) statt (Beginn : 11 Uhr). Ein zehnspra­chiger Einla­dungs­flyer wird seit einer Woche an ausge­wählten Orten ausge­legt und verteilt :

Aus dem Flyer

for other languages (arabic, farsi, french, english, turkish, russian, romanes, romanian, macedo­nian, serbian): please follow this link : w2wtal - invita­tion in 10 languages

Hallo !

Ihr seid neu in Wuppertal angekommen, oder auch schon länger hier ?
Ihr seid Flücht­linge ?

Wir – welcome to wuppertal (w2wtal) – möchten euch kennen­lernen !

Wir sind Wupper­ta­le­rinnen und Wupper­taler, die etwas gegen die Isola­tion von Fücht­lingen unter­nehmen wollen. Wir glauben, dass wir Ausgren­zung und Rassismus nur zusammen überwinden können und wir sind vollkommen unabhängig von Behörden organi­siert, weil wir meinen, dass das deutsche Asylsystem die Isola­tion absicht­lich herbei­führt.

Wir wollen mit Menschen die neu in Wuppertal sind solida­risch sein ; also mit Flücht­lingen und Menschen ohne Aufent­halts­pa­piere, die hier noch nicht viele Kontakte haben und sich nur wenig auskennen.

Wir möchten unser Wissen über die Stadt teilen : Wie (über)lebe ich in Wuppertal ? Wie komme ich billig von Barmen nach Elber­feld oder Vohwinkel ? Wo finde ich gute Leute, günstiges Essen oder einen Tee, ohne rassis­tisch angemacht zu werden ? Gibt es Kultur oder Sport kostenlos ? Wo finde ich vielleicht einen Job ? Kann ich auch ohne Papiere irgendwo deutsch lernen ?

Wir sind keine Exper­tInnen und auch keine karita­tive Organi­sa­tion. Was wir anbieten können, ist mit euch gemeinsam eine Basis für Selbst­or­ga­ni­sa­tion zu schaffen, z.B. durch einen am Leben im Alltag ausge­rich­teten und selbst­or­ga­ni­sierten Sprach­un­ter­richt und durch Öffnung unserer Freun­des­kreise und Netzwerke.

Jeden 3.Sonntag im Monat ab 11 Uhr frühstü­cken wir ab 11 Uhr gemeinsam im ADA ; dabei können wir uns kennen­lernen. Ihr seid herzlich einge­laden. Ankün­di­gungen gibt ein paar Tage vorher auch bei Facebook. Wir sprechen Englisch, Franzö­sisch, Spanisch, Türkisch und Rumänisch. Für andere Sprachen können wir Überset­zungen organi­sieren, fragt uns über E-Mail oder Facebook.

Das ADA ist in Elber­feld (Wiesen­straße 6, Ecke Gathe). (Busli­nien 647, 645, 635, 628, 620 bis Halte­stelle « Gathe»)

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